Eine Klägerin hatte dem ehemaligen Staatsoberhaupt vorgeworfen, er habe sie 1998 in seinem Büro in Tel Aviv und zwei Monate später erneut in einem Hotel in Jerusalem vergewaltigt. Die beiden anderen Frauen berichteten, er habe sie unter anderem gegen ihren Willen umarmt und seinen Körper an sie gedrückt.
Die Sexualstraftaten gegen die drei Frauen ereigneten sich
während Katsavs Amtszeit als Tourismusminister von 1996 bis 1999 sowie
während der Präsidentschaft von 2000 bis 2007. Im Juli 2006 wandte sich
Katsav an den Generalstaatsanwalt und behauptete, eines seiner Opfer
wolle ihn erpressen. Im Zuge der Ermittlungen geriet er jedoch immer
weiter unter Druck.
Vor dem Gericht hatten während der Verlesung des Urteils Frauenorganisationen protestiert. Sie forderten eine harte Strafe.